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Friedrich der Große

Friedrich II. (24.1.1712 in Berlin; gest. 17.8.1786 in Potsdam) war schon in jungen Jahren künstlerisch vielseitig interessiert, sehr zum Leidwesen seines Vaters, der nur allzu gern einen strammen Soldaten aus ihm gemacht hätte.
Doch weit mehr als für alles Militärische interessierte sich Friedrich für die Musik, und ganz besonders die Querflöte hatte es ihm angetan. Mit Johann Joachim Quantz stellte er sogar einen privaten Flötenlehrer ein, um seine Fertigkeiten zu vervollkommnen. Und war schier unermüdlich, wenn es darum ging, neue Musik für "sein" Instrument zu komponieren: 121 Sonaten, vier Konzerte und zahlreiche Etüden schrieb er für die Flöte – eine wahrlich königliche Zahl.

Auch als Friedrich im Jahre 1740 König von Preußen wurde, blieb die Musik seine große Leidenschaft. Mit dem neu errichteten Schloss Sanssouci („ohne Sorge“) gab er ihr 1747 ein eigenes Zuhause. Sanssouci war für Friedrich ein Rückzugsgebiet, wie geschaffen zum Musizieren und Philosophieren. Viele kluge Köpfe waren hier zu Gast, darunter Berühmtheiten wie Voltaire. Auf den königlichen Gehaltslisten standen zahlreiche hochqualifizierte Musiker und Komponisten. So mangelte es nicht an professionellen Mitspielern, wenn Friedrich seine allabendlichen Konzerte zelebrierte.